Über Formation & Event

Der Spielmannszug Radeberg wurde 1968 gegründet und ist amtierender sächsischer Landesmeister. Dank Exaktheit und musikalischen Qualität konnte die Formation, neben regionalen und bundesweiten Auftritten, bereits zu internationalen Gastspielen nach Frankreich, Russland und den USA reisen.


Der Sächsische Zapfenstreich wird durch eine Formation von ca. 60 Akteuren dargeboten. Die Spielleute tragen dabei eine historsich-nachempfundene Uniform des sächsischen Infanterieregiments „Prinz Friedrich August“ aus der Zeit um 1810. Begleitet von den Fackelträgern aus dem eigenen Nachwuchszug und diversen Lichteffekten ergibt sich ein abendlich-stimmungsvolles Ambiente, welches mit einem Feuerwerk seinen Höhepunkt findet.

Nach dem Aufmarsch der Formation wird das rund 45-minütige Event musikalisch durch einen „Serenade“ ausgerufenen Konzertteil eingeleitet. Im Anschluss erklingt der eigentliche Zapfenstreich-Teil. Seit 1809 sind die drei darin enthaltenen Rufe der Signalhörner charakteristisch für den sächsischen Zapfenstreich. Sie sind den sächsischen Jägertruppen gewidmet, ein Ruf für jedes Bataillon. Ergänzt vom Ruf der großen Kesselpauke und dem Comitat leiten diese in ein prächtiges Hauptmotiv. Bei dem angesprochenen Comitat, einem von Felix Mendelson-Bartholdy 1847 komponierten Lied wird der Spielmannszug von einem Chor begleitet.

Ein Würdenträger und der Leiter des Spielmannszuges nehmen die Zeremonie des Sächsischen Zapfenstreiches von einem zentralen Podest ab.

Zur Geschichte des Sächsischen Zapfenstreich

Bevor der Zapfenstreich zum Ehrenzeremoniell wurde, diente er dazu in Soldatenlagern, Kasernen und Städten den Beginn der Nachtruhe anzukündigen. Belegbar ist dies bis in die Zeit der römischen Legionen.²

Der Regimentsprofos ließ durch einen Stockschlag auf den Zapfen der Bier- und Weinfässer den Schankschluss in den Wirtschaften verordnen und die Soldaten zur Nachtruhe befehligen.³ Ein Signal oder Trommelschlag erklang dabei. Harte Strafen drohten dem, der dagegen verstieß. Nur so war dem abendlichen Treiben Einhalt zu gebieten und die Truppen schlagfertig zu halten.

Vom Abendsignal zur Ehrenzeremonie

Bereits 1730 wurde eine Urform des Zapfenstreiches auf Anordnung von „August dem Starken“ im sächsischen Zeithain zelebriert. Im sogenannten „Zeithainer Lager“ wurde vor geladenen Adelsgästen eine Manöverschau mit 30.000 Mann abgehalten.

Am Abend des Abschlusstages inszenierten dann über 800 Musiker und Spielleute aus den Regimentern einen Zapfenstreich. 4 Damit war der Grundstein für eine militärische Ehrenzeremonie gelegt, welche sich bis zur Auflösung der königlich-sächsischen Armee um 1918 bewahren sollte.

Seit 1809 sind die drei enthaltenen Rufe der Signalhörner charakteristisch für den sächsischen Zapfenstreich. Sie sind den sächsischen Jägertruppen gewidmet, ein Ruf für jedes Bataillon. Ergänzt vom Ruf der großen Kesselpauke und dem Comitat, einem von Felix Mendelson-Bartholdy 1847 komponierten Lied, leiten diese in ein prächtiges Hauptmotiv.

Große Musik für besondere Anlässe

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann man zudem die Gesamtzeremonie zunehmend in Richtung eines musikalischen Ereignisses zu gestalten. Ein Konzertteil, die so ausgerufene „Serenade“, fand Einzug im Zapfenstreich.

Belegt sind große sächsische Zapfenstreiche zum Beispiel 1882 zum Besuch von Kaiser Wilhem I. in Dresden oder dem 25-jährigen Regierungsjubiläum von König Albert von Sachsen im April 1898. Auch z.B. an staatlichen Feiertagen oder bei Amtsübergaben erklang der sächsische Zapfenstreich abseits der militärischen Verwendung zunehmend.

Bei reinen zivil-bürgerlichen Anlässen hielt das Zeremoniell mit dem Aufleben des Vereinswesens am Ende des 19. Jahrhunderts Einzug. Von freizeitlichen Musikkorps gespielt waren am Abend auch Fackelträger üblich.

Quellenangaben:

² vgl. Müller, Georg: Miszellen. Der Sächsische Zapfenstreich

³ vgl. Kunath, Werner: Über den Zapfenstreich (Fachartikel); Sächsische Bläserpost, Ausgabe 04/2017

4/5/6 vgl. Kunath, Werner: Über den Zapfenstreich (Fachartikel); Sächsische Bläserpost, Ausgabe 01/2018


Bildergalerie

Bilder vom Sächsischen Zapfenstreich des Spielmannszug Radeberg.

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Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund des hohen Vorbereitungsaufwandes lediglich 1-2 Aufführungen des Sächsischen Zapfenstreiches pro Jahr möglich sind. Bitte setzen Sie sich idealerweise mindestens zwölf Monate vor Ihrem geplanten Termin mit uns in Verbindung.

Anhand Ihrer Vorstellungen und unserer Erfahrungswerte erarbeiten wir ein Konzept, welches in einem unverbindlichen Angebot mündet. Aufgrund von Exklusivität und Aufwand wird der Sächsische Zapfenstreich vorwiegend für größere Veranstaltungen (z.B. Jubiläen von Städten und Institutionen oder die Ehrung von Würdenträgern) geeignet sein.

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